28.06. - 03.08.2018
Rectangular Grids - A Pixel is not a Little Square
Maciej Medrala
saasfee*pavillon
Im Fokus der Arbeiten von Maciej Medrala steht das digitale Bild und die Suche nach Möglichkeiten, dieses losgelöst von den bisherigen traditionellen Bildverfahren zu generieren und greifbar zu machen. Dabei experimentiert er mit eigens programmierten Methoden, die bislang ausgeschlossene bzw. eingeschränkte Parameter zurück in den Gestaltungsprozess einbeziehen und neu interpretieren.
Statt bereits bestehende analoge Verfahren, Medien und Techniken zu simulieren und zu reproduzieren, wie es die üblichen digitalen Bildbearbeitungsprogramme tun, entwickelt Medrala von externen Referenzen unabhängige Verfahren und wendet diese auf das digitale Bild an. So tragen die von ihm entwickelten Programme, Tools und Methoden zum Beispiel keine Farben, wie es beispielsweise ein digitaler Pinsel tun würde, sondern sie besitzen und arbeiten mit Formeln, Datenstrukturen, Operatoren oder Bedingungen. Das Bild wird somit mit neuen, dem Medium und Zeitalter entsprechenden Eigenschaften ausgestattet und erarbeitet. Das Resultat sind nicht vorhersehbare Bildwelten, die keinen Zweifel daran lassen, dass sie computergeneriert sind.
In seiner ersten Einzelausstellung rectangular grids - a pixel is not a little square im saasfee*pavillon plädiert Medrala für einen bewussteren Umgang mit Pixeln, welche als Basis des digitalen Bildes verstanden werden müssen. Jedoch werden diese bei ihm nicht als Teil eines bildlichen Gesamtgefüges gedacht, sondern als unabhängige Elemente und Datenstrukturen im kreativen Prozess. So verfügen sie stets über "digitale" Eigenschaften. Das entstandene Bild ist somit nicht etwa eine einfache transparente Oberfläche, sondern vielmehr das Resultat einer formalen Konfiguration quantifizierbarer Daten.