22.06. - 08.07.2017
Hyperpainting // Normalerei
Simon Klein / Rost Likholat / Lisa Peil
saasfee*pavillon
Hyperpainting ist eine Richtung in der digitalen Malerei, die an die Traditionen der konkreten Kunst anknüpft, und für Rost Likholat und Simon Klein die visualisierte Konsequenz einer zunehmenden Fokussierung unserer Gesellschaft auf den virtuellen Raum ist. Grundlage der Hyperpaintings sind am Computer erzeugte dreidimensionale Körper, deren Form anschließend unter Anwendung spezifischer gestalterischer Regeln maßgeblich verändert wird. Die Folge ist ein Wechselspiel aus Chaos und Geometrie, Hyperraum und realem Raum, das unsere bestehenden Raumvorstellungen deutlich infrage stellt und das Medium der Malerei in eine zeitgenössische digitale Bildsprache überträgt.
Lisa Peil arbeitet mit den unterschiedlichsten Medien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie und raumgreifenden Installationen. Ihre analogen Normalereien scheinen stetig zwischen Eindimensionalität und Zweidimensionalität zu oszillieren und sich weit über den Bildrand hinaus auszudehnen. Die Folge ist ein visueller Sog aus unendlich erscheinenden Flächen, Linien und Farben, der den Betrachter augenblicklich in seinen Bann zieht. Peils Serie der Photowalls setzt diese raumgreifende künstlerische Praxis, die Verbindung von Malerei und Fotografie, mit großformatigen, ortsspezifischen Installationen aus schwarz-weißen, filigranen Papierkopien fort. Prozesshaft werden diese beschnitten, collagiert und in ein oder zwei Schichten an den Wänden eines Raumes angebracht.
Für Hyperpainting // Normalerei konzipierten die Künstler*innen eine gemeinsame Arbeit, die speziell für den saasfee*pavillon entwickelt wurde.