19.06.2017

Art is not life enough..

Teresa Diehl / Anita Beckers

saasfee*pavillon

Art is not life enough..

Teresa Diehl wurde 1961 im Libanon geboren. Aufgewachsen ist sie in Venezuela und zog anschließend in die USA, wo sie heute lebt und arbeitet und als Professorin am Broward College in Fort Lauderdale unterrichtet. In ihren arbeiten verbindet die international renommierte Künstlerin Installation, Video, Sound, Skulptur und Fotografie miteinander. Ihre Installationen sind ein halluzinatorisches Fest für die Sinne - Geruch, Textur, Klang, Berührungen, werden vor und mit dem Betrachter inszeniert und erlebbar.

Es ist das ausgeprägte Interesse der Künstlerin an Menschen, Orten und Kulturen sowie ihre eigene hinterfragende politische Haltung, die in den Werken Diehls stets spürbar ist. Ihre Arbeiten behandeln die Lebensumstände von Menschen mit ähnlichen Lebensgeschichten, meist mit einer multikulturellen Herkunft. Das Verschmelzen von Tradition und Moderne überführt sie in eine zeitgenössische Bildsprache, die das poetische Werk der Künstlerin auszeichnet. Aktuell bereitet sie ihre kommende Ausstellung bei The View in Salenstein auf und wird für ein zwei Tage nach Frankfurt kommen. www.the-view-ch.com

Seit 1996 fördert die Galerie Anita Beckers junge Künstler*innen mit dem Schwerpunkt Videokunst. Über die Jahre hinweg unterstützte die Galerie die künstlerische Entwicklung international anerkannter Künstler*innen wie Anton Corbijn, Bjørn Melhus und Yves Netzhammer und Teresa Diehl – welche ihre Arbeiten regelmäßig in den Räumen der Galerie, international bekannten Kunstinstitutionen (Moma New York, Whitney Museum New York, Serpentine Gallery London, ZKM Karlsruhe, Ludwig Museum Köln, u.v.m.) wie auch auf internationalen Kunstmessen und Biennalen ausstellen.

Anita Beckers' unablässigem, persönlichem Engagement und ihrem Netzwerk für die Videokunst ist es zu verdanken, dass sich Videokunst heute als ernstzunehmendes Medium in zahlreichen Sammlungen befindet und in Kunstinstitutionen etabliert hat. Die seit über zwanzig Jahren aktive Frankfurter Galeristin initiierte 2013 gemeinsam mit Julia Sökeland die Videoplattform www.blinkvideo.de, die sich als lebendige Bibliothek für das bewegte Bild versteht.

Art is not life enough.. Künstler*innen, Musiker*innen, Lebenskünstler*innen, Wissenschaftler*innen und andere Persönlichkeiten erzählen ungezwungen und im Diskurs über ihre individuelle Geschichte und das was sie bewegt. Welchen Modellen folgen sie? Was sind die künstlerischen, politischen oder gesellschaftlichen Ansichten? Wie leben und arbeiten sie?

Uu verschiedenen Themen und Schwerpunkten berichten die eingeladenen Gäste von ihrer persönlichen Entwicklung und ihrer Arbeit. Die Küche des saasee*pavillons wird zum konspirativen Ort, an dem Ideen, Vorstellungen und Arbeiten gesponnen, vorgestellt, ausgetauscht und gelebt werden. Es wird erzählt, gemeinsam getrunken und gegessen - Art is not life enough..

Der Kitchentalk mit Teresa Diehl wird das "Kunstmachen" auf ihre spezielle Situation bezogen, der kulturellen Unterschiede zwischen Ost und West, sowie ihre Arbeit als Professorin thematisieren. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Danke an Anita Beckers für die Kooperation und Begleitung durch den Abend.

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